Physiotherapeut Ausbildung

Wenn Du Dich für Medizin interessierst und gerne mit Menschen arbeitest, solltest Du eine Physiotherapie Ausbildung in Betracht ziehen. Zahlreiche staatliche und private Schulen sowie Fachhochschulen bieten die Ausbildung an.

Warum Physiotherapeut werden?

Du begeisterst Dich für medizinische Themen und möchtest genau wissen, wie der menschliche Bewegungsapparat funktioniert? Es bereitet Dir Freude, Menschen zu neuer Beweglichkeit zu verhelfen und ihre Beschwerden zu lindern? Dann ist die Physiotherapie Ausbildung das Richtige für Dich. Physiotherapeuten sind gefragt und ihre Arbeitsorte vielfältig: in der Prävention, im Leistungssport oder in der eigenen Praxis.

Welche Anbieter haben die Ausbildung im Programm?

Die Physiotherapie Ausbildung kannst Du in Deutschland an über 200 verschiedenen staatlichen und privaten Schulen absolvieren. Neben der klassischen 3-jährigen Schulausbildung bereitet Dich auch ein Physiotherapie Studium an einer Fachhochschule auf die Tätigkeit als Physiotherapeut vor. Da die Physiotherapie Ausbildung zahlreiche praktische Übungen und Praktika beinhaltet, ist ein Fernstudium nicht möglich.

Voraussetzungen

Grundsätzlich ist für die Physiotherapie Ausbildung der Realschulabschluss Voraussetzung. In der Praxis nehmen die meisten Schulen allerdings bevorzugt Bewerber mit Abitur auf.

Zusätzlich führen vor allem die staatlichen Schulen ein anspruchsvolles Bewerbungsverfahren durch, das Deine Fitness, Allgemeinbildung und motorischen Fähigkeiten testet. Oft ist eine ärztliche Bescheinigung über Deine körperliche und psychische Eignung für die Physiotherapie Ausbildung erforderlich. Dabei wird zum Beispiel überprüft, ob Du angemessen mit kranken Menschen umgehen kannst. Möchtest Du Physiotherapie an einer Hochschule studieren, benötigst Du die Hochschulreife.

Ablauf und Inhalte

Die Physiotherapie Ausbildung ist in Deutschland durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz geregelt. Danach dauert die Physiotherapie Ausbildung 3 Jahre und findet im Vollzeitunterricht statt. Mehrmals im Jahr legst Du anspruchsvolle Prüfungen ab, die ein vertieftes medizinisches Wissen von Dir verlangen.

In der Physiotherapie Ausbildung stehen medizinische Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie auf dem Stundenplan. Außerdem bekommst Du theoretischen und praktischen Unterricht in:

  • Physiotherapeutischen Befund- und Untersuchungstechniken
  • Krankengymnastischen Behandlungstechniken
    • Manuelle Therapie
    • Gangschulung
    • Neurophysiologische Behandlungsverfahren
    • Funktionsanalyse
  • Massagetherapie
  • Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie
  • Elektro-, Licht- und Strahlentherapie
  • Prävention und Rehabilitation
  • Bewegungserziehung
  • Bewegungs- und Trainingslehre

Hast Du während der Physiotherapie Ausbildung alle Prüfungen bestanden und regelmäßig am Unterricht teilgenommen, bist Du zur staatlichen Prüfung zugelassen. Bestehst Du diese erfolgreich, bekommst Du die Berufsurkunde und darfst als staatlich anerkannter Physiotherapeut tätig werden.

Studium

Das Physiotherapie Studium an einer Hochschule dauert 6 bis 8 Semester. Die Inhalte überschneiden sich zu großen Teilen mit denen der schulischen Ausbildung. Zudem belegst Du Fächer wie BWL, Recht und wissenschaftliche Basistechniken. Mit einer Bachelorarbeit und der staatlichen Prüfung schließt das Physiotherapie Studium ab.

Beruf

Nach der Physiotherapie Ausbildung eröffnet sich Dir ein vielfältiges Aufgabengebiet. Viele Physiotherapeuten arbeiten in den Bereichen Prävention und ambulante Therapie in medizinischen Einrichtungen. Du kannst Dich aber auch direkt nach der Physiotherapie Ausbildung mit einer eigenen Praxis selbstständig machen. Der Beruf Physiotherapeut entwickelt sich stetig weiter, weshalb Fortbildungen und Weiterbildungen Teil des Berufsbildes sind.

Arbeitsorte

Neben der eigenen Physiotherapie-Praxis kannst Du als Physiotherapeut auch an folgenden Arbeitsorten tätig werden:

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Gesundheitszentren
  • Altenpflegeheime
  • Fitnesscenter
  • Sportvereine
  • Thermen und Wellnesseinrichtungen
  • Ferienresorts

Tätigkeiten

Dein Ziel als Physiotherapeut ist es, kranken, alternden oder verletzten Menschen wieder zu mehr Beweglichkeit zu verhelfen. Im Arbeitsalltag hast Du immer viel mit Menschen zu tun. Neben den Patienten arbeitest Du beispielsweise auch mit behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal zusammen.

Diese Tätigkeiten hält das Berufsbild beispielsweise für Dich bereit:

  • Rehabilitierende Behandlungen nach Krankheiten oder Operationen durchführen
  • Funktionsstörungen des Körpers untersuchen
  • Therapien planen und durchführen
  • Anleitungen für eigenständige Übungen geben
  • Gruppentrainings leiten
  • Beratungsgespräche führen

Zu diesen praktischen Aufgaben kommen noch administrative Tätigkeiten, wie:

  • Behandlungsverläufe protokollieren
  • Fallgespräche mit Ärzten führen
  • Berichte verfassen
  • Patienten verwalten
  • Kosten mit den Krankenkassen abrechnen

Berufsaussichten

Nach der Physiotherapie Ausbildung musst Du Dir keine Sorgen um Arbeitslosigkeit machen, die Jobchancen stehen sehr gut. Vor allem im öffentlichen Gesundheitssektor, zum Beispiel in Krankenhäusern, sind zahlreiche Stellen zu besetzen. Wenn Du Dich als Physiotherapeut selbstständig machen möchtest, ist eine weitergehende Spezialisierung vorteilhaft, etwa auf Osteopathie oder Stresssymptome. Ebenso wirkt es sich positiv auf Deine Berufsaussichten aus, wenn Du Dich auf eine bestimmte Zielgruppe fokussierst. Du kannst Dich zum Beispiel auf Leistungssportler oder übergewichtige Menschen spezialisieren und hier zum gefragten Experten werden.

Gehalt

Das Gehalt von festangestellten Physiotherapeuten liegt im Durchschnitt bei 1.700 € brutto monatlich. Bei Sportphysiotherapeuten liegt es mit durchschnittlichen 2.000 € etwas höher. Mit Zusatzqualifikationen kannst Du dieses Gehalt aber noch deutlich steigern. Führst Du Deine eigene Praxis, hängt Dein Einkommen von der Auftragslage ab. Du rechnest Deine Behandlungen mit der Krankenkasse nach festgelegten Sätzen ab. Von diesem Honorar musst Du aber auch die Ausgaben für Deine Praxis finanzieren, wie zum Beispiel Miete, Strom und Materialeinsatz.