Die Tierheilpraktiker Ausbildung

Die Tierheilpraktiker Ausbildung

Tiere sind Deine Leidenschaft? Mit einer Tierheilpraktiker Ausbildung kannst Du Deine Passion zum Beruf machen. Nach Deiner Ausbildung zum Tierheilpraktiker hilfst Du den besten Freunden des Menschen mit den sanften Kräften der Naturheilkunde.

Warum Tierheilpraktiker werden?

Wenn das Haustier krank wird, lassen sich die Deutschen die Liebe zu ihren Vierbeinern einiges kosten. Hoch im Kurs dabei: Alternative Heilverfahren und der Gang zum Tierheilpraktiker. Der Zulauf zum Tierheilpraktiker wird zukünftig noch weiter zunehmen. Denn der Trend hin zu mehr Singlehaushalten lässt auch die Zahl der Haustiere steigen. Nach Deiner Tierheilpraktiker Ausbildung erwarten Dich also genügend vierbeinige Patienten. Neben einer guten Auftragslage ist der Beruf des Tierheilpraktikers zudem äußerst krisensicher. Bevor das Haustier verzichten soll, sparen Besitzer, laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, lieber bei sich selbst.

Welche Anbieter haben die Weiterbildung im Programm?

Bisher haben ausschließlich private Schulen die Tierheilpraktiker Ausbildung im Programm. Du hast die Möglichkeit, Dich entweder für ein Fernstudium oder ein Präsenzstudium zum Tierheilpraktiker zu entscheiden. Worauf es bei der Wahl eines Anbieters für ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker ankommt, sagt Dir Marion Ramcke, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Tierheilpraktiker und Tierphysiotherapeuten:

„Ein Fernstudium, wo keine Rückfragen möglich sind und keine praktische Ausbildung am Tier stattfindet, halte ich nicht für empfehlenswert.“

Das ganze Interview lesen auf bildungsxperten.net.

Die folgende Übersicht zeigt Dir, wo Du eine Tierheilpraktiker Ausbildung machen kannst.

Voraussetzungen

Prinzipiell kann jeder, der sich dazu berufen fühlt, als Tierheilpraktiker arbeiten, da die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geschützt ist.

Die Weiterbildung eignet sich vor allem für Menschen, die gerne mit Tieren arbeiten und praktische Erfahrungen im Umgang mit diesen haben. Sei es der Tierarzt, der eine neue fachliche Herausforderung sucht und sich auf naturheilkundliche Verfahren spezialisieren will. Oder aber Zooangestellte und Tierhalter, die sich theoretisches Wissen über die artgerechte Haltung und Fütterung ihrer Tiere aneignen möchten.

Anders als beim Heilpraktiker steht am Ende der Tierheilpraktiker Ausbildung keine amtsärztliche Überprüfung Deines Wissens an. Dennoch musst Du, laut Lehrgangsanbietern und Tierheilpraktikerverbänden, auch als angehender Tierheilpraktiker einige Voraussetzungen mitbringen:

  • Mindestens Realschulabschluss
  • 21 Jahre alt sein
  • Einfühlungsvermögen und Erfahrung im Umgang mit Tieren

Ablauf und Inhalte

Die Dauer der Tierheilpraktiker Ausbildung variiert je nach Anbieter. Außerdem hängt die Ausbildungszeit davon ab, ob Du Deine Kurse in Vollzeit oder berufsbegleitend im Fernstudium besuchst. In der Regel dauern die Tierheilpraktiker Ausbildungen im Fernstudium bei den meisten Schulen 20 bis 24 Monate. 

Die Berufsausbildung zum Tierheilpraktiker ist gesetzlich nicht geregelt und unterliegt keiner staatlichen Prüfungsordnung. Deswegen orientieren sich die meisten Schulen, die eine Tierheilpraktiker Ausbildung anbieten, an den Inhalten für die Ausbildung zum Heilpraktiker. Zudem hat die Kooperation deutscher Tierheilpraktiker Verbände e.V. eine einheitliche Prüfung erlassen, mit der die meisten Ausbildungen abschließen. Diese Prüfung besteht aus 4 Teilen:

  • Verfassen einer Facharbeit
  • Multiple-Choice Test
  • Mündliche Prüfung
  • Praktische Überprüfung am Tier 

Die inhaltlichen Schwerpunkte können je nach Schule und Anbieter leicht voneinander abweichen. Die folgenden Themen sind jedoch Bestanteil jeder Tierheilpraktiker Ausbildung:

  • Grundlagen der Tiermedizin
  • Grundlagen der Naturheilkunde
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Tierhaltungsberatung
  • Gesetzeskunde
  • Grundwissen Praxisführung

Beruf

Nach Deiner Tierheilpraktiker Ausbildung bist Du oft die letzte Anlaufstelle für Tiere, die der Tierarzt schon aufgegeben hat. Du versuchst die Leiden der Tiere mit alternativen Heilverfahren zu lindern. Vielen tierischen Patienten kannst Du schon helfen, indem Du ihre Ernährung umstellst oder Haltungsfehler erkennst. Die Arbeit mit Tieren ist eine besondere Herausforderung. Anders als der Mensch, können sich die Vierbeiner nicht direkt ihrer Umgebung mitteilen. Neben einer guten Beobachtungsgabe ist als Tierheilpraktiker vor allem Dein Einfühlungsvermögen gefragt.

Was machst Du nach Deiner Tierheilpraktiker Ausbildung? Lisa Reifenhäuser, Tierheilpraktikerin, schildert Dir ihren Berufsalltag.

Arbeitsort

Die meisten Tierheilpraktiker arbeiten nach der Ausbildung in ihrer eigenen Praxis oder besuchen ihre Patienten direkt vor Ort. Weitere mögliche Einsatzorte findest Du nach Deiner Tierheilpraktiker Ausbildung zudem:

  • Als Berater in Tierschutzvereinen
  • Als Dozent in Schulen und Tierheilpraktikerverbänden
  • Als Berater für Tierfutter und tiermedizinischen Bedarf

Tätigkeiten

Skalpell und Operation? Damit es gar nicht erst soweit kommt, setzen Tierheilpraktiker, im Gegensatz zu Tierärzten, vor allem auf Prävention. Dabei behandeln sie Tiere mit alternativen Verfahren, wie etwa Tierakupunktur oder Tierhomöopathie. Erklärtes Ziel der Arbeit von Tierheilpraktikern ist es, die körpereigenen Kräfte der Tiere zur Selbstheilung anzuregen.

Wie Du als Tierheilpraktiker Pferden mit Tierakupunktur hilfst, siehst Du in diesem Video.

Berufsaussichten

Ob Du als Tierheilpraktiker erfolgreich durchstarten kannst, hängt vor allem davon ab, wie hoch die Konkurrenz in Deinem Einsatzgebiet ist. Insgesamt sehen die Berufsaussichten für angehende Tierheilpraktiker jedoch gut aus. Gründe hierfür sind:

  • Immer mehr Singlehaushalte, die sich ein Haustier zulegen
  • Auf eine relativ kleine Anzahl an Tierheilpraktikern kommt eine hohe Zahl an Patienten
  • Haustiermarkt als eine wachstumsstarke und krisensichere Branche
  • Zunehmende Offenheit gegenüber alternativen Behandlungsmethoden

Gehalt

Das Gehalt von Tierheilpraktikern setzt sich aus den Honoraren zusammen, die sie für einzelne Behandlungen und Untersuchungen bekommen. Viele Tierheilpraktiker orientieren sich bei der Höhe der Kosten, an der Gebührenordnung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierheilpraktiker. Im Schnitt liegt das Einkommen von Tierheilpraktikern zwischen 1.900 € bis 2.100 € brutto im Monat. Wichtige Faktoren, die das Gehalt beeinflussen, sind:

  • Fachliche Kompetenz
  • Berufserfahrung
  • Tierheilpraktiker in Vollzeit oder als nebenberufliche Tätigkeit
  • Region
  • Größe des Kundenstamms
  • Anzahl konkurrierender Praxen

Weitere alternative Berufe

Wie hilfreich war diese Seite?

Das sagen andere:
Gesamtbewertung: 3.8
Bewertungen: 4