Naturheilverfahren: Ganzheitliche Behandlung

Naturheilverfahren: Ganzheitliche Behandlung

Heilpraktiker bedienen sich bei der Behandlung von Krankheiten der Techniken der Naturheilkunde. Alternativ zur Schulmedizin soll mit diesen Verfahren eine ganzheitliche Heilung der Patienten gewährleistet werden.

Was sind Naturheilverfahren?

Naturheilverfahren unterteilen sich in Diagnose- und Behandlungsmethoden, die auf der Naturheilkunde beruhen. Naturheilverfahren stützen sich auf die ganzheitliche Behandlung des Menschen als Organismus, um auf natürliche Weise zu heilen. In einigen Fällen können jedoch schulmedizinische Vorleistungen nötig sein, die anschließend durch weitere Diagnose und Behandlungen der Naturheilkunde ergänzt werden.

Heilpraktische Diagnostik

Im Bereich der heilpraktischen Diagnostik gibt es für Heilpraktiker verschiedene Methoden, das Krankheitsbild beim Patienten zu erkennen. Patienten sollen in vielen Fällen selbst erst einmal schildern, welche Probleme sie haben.Der Heilpraktiker beurteilt zudem das äußere Erscheinungsbild des Patienten. Dabei führt er beispielsweise eine Fußreflexzonen-, Iris- oder Antlitzdiagnose durch. Die einzelnen Abschnitte des Fußes, der Augen oder des Gesichtes sind bestimmten Organen zugeordnet. Die unterschiedlichen physischen Störungsbereiche sowie der gesamte körperliche Zustand können sich mit diesen Diagnosetechniken ablesen lassen.

Einsatzgebiete naturheilkundlicher Behandlung

Neben klassischen alternativen Einsatzgebieten, wie Akupunktur zum Abnehmen oder Hypnose gegen Ängste und Süchte, sind weitere mögliche Verfahren und ihre Einsatzgebiete:

Spagyrik

Bei der Spagyrik kombiniert der Heilpraktiker die Inhaltsstoffe ausgesuchter Heilpflanzen neu, ergänzt oder trennt sie. Die Wirksamkeit der Pflanzenstoffe soll so verstärkt oder auf die wichtigsten Komponenten komprimiert werden. Diese naturheilkundliche Behandlung fußt auf dem Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie. Inhaltsstoffe von Metallen, Mineralien oder Pflanzen nutzt der Heilpraktiker, um depressive Verstimmungen, Gemütsstörungen oder die Immunschwäche gezielt zu behandeln.

Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie geht davon aus, dass jeder Mensch unterschiedliche elektromagnetische Schwingungen abstrahlt, die von außen beeinflussbar sind. Heilpraktiker setzen die Bioresonanztherapie ein, um Allergien und Migräne, meist ausgelöst durch Stress und veränderte chemische Umwelteinflüsse, zu behandeln. Das elektromagnetische Schwingungsfeld soll so wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden.

Blutegelbehandlung

Die naturheilkundliche Therapie mit Blutegeln soll dazu beitragen, Schadstoffe aus dem Körper abzuführen. Der Speichel der Blutegel sowie die Blutentnahme sollen zusätzlich eine entschlackende und heilende Wirkung besitzen. Allerdings kann der Biss Bakterien übertragen oder zu entzündlichen Wunden führen.

Eigenbluttherapie

Die klassisch naturheilkundliche Eigenbluttherapie kommt bei Allergien, Infektionen, Rheuma oder anderen chronischen Erkrankungen zum Einsatz. Heilpraktiker entnehmen den Patienten zunächst in mehreren Sitzungen wenige Milliliter Blut. Dieses wird dann entweder angereichert oder unbehandelt, meist in den Gesäßmuskel, in den Körper des Patienten zurückgespritzt. Das dadurch gereizte Immunsystem kann auf diese Weise körperfremde Substanzen wie Viren oder Bakterien besser bekämpfen.

Bach-Blütentherapie

Bach-Blütentropfen umfassen über 30 unterschiedliche pflanzliche Wirkstoffe. Sie behandeln leichte, vor allem psychische, Erkrankungen. Bei disharmonischen Seelenzuständen oder innerer Unausgeglichenheit sollen die Tropfen helfen, Patienten wieder in einen ausgewogenen Gemütszustand zu versetzen.

Neben heilpraktischer Diagnostik und Behandlungsmethoden bedienen sich Heilpraktiker auch konservativer Diagnosetechniken, wie Blutdruckmessungen oder Laboruntersuchungen. Schulmedizinische und alternative Verfahren sollten sich somit sinnvoll gegenseitig ergänzen.

Weitere Artikel zum Beruf

Wie hilfreich war diese Seite?

Das sagen andere:
Gesamtbewertung: 4.7
Bewertungen: 15